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Mähroboter reinigen – Wartung und Pflege

Mähroboter richtig säubern und pflegen – so geht die Mähroboter Reinigung

Spätestens Ende April, wenn die Sonne scheint, ist es so weit: Der Mähroboter wird aus dem Stauraum geholt. Als treuer und hilfreicher Begleiter sorgt er dafür, dass der Rasen nach den langen Wintermonaten in Top-Form gebracht wird. Wie auch der Saugroboter, das Fahrrad oder das Auto muss der Mähroboter regelmäßig gepflegt werden. Zur Wartung und Pflege zählt unter anderem die Reinigung. Das ist besonders nach der längeren Standzeit während der Wintermonate wichtig, aber auch regelmäßig während der Mähsaison. Grundsätzlich ist das Reinigen des Mähroboters schnell und einfach erledigt, allerdings sind dabei einige Punkte und Tipps zu beachten.

Warum muss der Mähroboter gereinigt werden?

Der Mähroboter muss regelmäßig gereinigt werden. Denn ideale Bedingungen sind für den Mähroboter nur selten vorhanden. Egal ob das Gras noch ein wenig feucht war oder er ein paar herumliegende Äste erwischt – der Mähroboter ist ein Gebrauchsgegenstand, der unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt ist.

Damit er sich einerseits eines langen Lebens erfreuen kann und andererseits optimal funktionieren kann, muss er regelmäßig gereinigt werden. Denn Grasreste, stumpfe Messer oder verschmutzte Kontakte sorgen dafür, dass mehr Energie benötigt wird und der Mähvorgang länger dauert.

Lagert sich zu viel Gras unter der Karosse ab, so kann das Gerät während des Betriebes auf Störung gehen, da die Kollisionssensoren irritiert werden.

Besonders die beweglichen Teile müssen während der Saison sauber bleiben und gut gefettet sein.

Vor der Einlagerung im Winterquartier muss der Mähroboter winterfest gemacht werden. Auch dazu gehört eine umfassende Reinigung. Wer mag kann die Geräte auch zum Fachhändler bringen, um sie dort zur Winterpausse winterfit zu machen. Doch eine einfache Reinigung innerhalb der Saison sollte jeder Mähroboter-Besitzer selber durchführen können. Denn diese sollte regelmäßig, am besten einmal in der Woche erfolgen. Steht das Gerät in einer Mähroboter Garage bleibt es optisch länger sauber. Doch je nach Wetter und Regenzeiten muss das Schnittgut trotzdem entfernt werden.

 

Mähroboter reinigen - so glänzt der Rasenroboter wieder (depositphotos.com)

Mähroboter reinigen – so glänzt der Rasenroboter wieder (depositphotos.com)

7 Schritte für einen sauberen Mähroboter

Wie werden die einzelnen Komponenten gereinigt?

Die Reinigung der einzelnen Komponenten des Mähroboters ist einfach und schnell getan. Damit er sich eines langen Lebens erfreuen kann und dem Garten-Besitzer hilfreich zur Seite steht, sollte er regelmäßig gereinigt werden. Wir zeigen, wie es geht und geben nützliche Tipps.

Den Mähroboter ganz einfach reinigen in 7 Schritten:

Schritt 1: Bevor mit dem Reinigen begonnen wird

Bevor mit dem Reinigen begonnen wird, ist es wichtig, für die ausreichende Sicherheit zu sorgen. In der Regel verfügt der Mähroboter über einen Sicherheitsschalter. Dieser sollte betätigt und auf Aus gestellt werden. Das erhöht die eigene Sicherheit und beugt unnötigen Verletzungen vor.

Ideal sind außerdem Sicherheitshandschuhe, denn die Klingen des Mähroboters sind scharf. Durch das Tragen von Schutzhandschuhen wird die Verletzungsgefahr bei der Arbeit gemindert.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Mähroboter trocken ist.

Da es sich dabei um ein elektrisches Gerät handelt, sollten die elektrischen Kontakte auf keinen Fall unter fließendem Wasser oder mit dem Gartenschlauch gereinigt werden. Stattdessen kann ein feuchtes Tuch verwendet werden. Anschließend ist es notwendig, die betroffenen Bereiche gut abzutrocknen.

Schritt 2: Karosse abnehmen und reinigen

Bei vielen Modellen kann das Gehäuse abgenommen werden. Dazu werden die Kugelköpfe oder eventuelle Schrauben und die Ladeanschlusskabel gelöst. Bei einigen Modelle muss noch ein Kontaktschalter gelöst werden.

Das Ende des Ladekabels wird mit einer Klammer fixiert, so dass es nicht in den Mäher hineinrutschen kann. Die Karosse kann jetzt mit einem feuchten Tuch und Wasser gesäubert werden. Am hochwertigen Kunststoff darf auch ein Wasserschlauch zum Einsatz kommen.

Profis bauen zusätzlich noch die Räder vom Roboter zur Reinigung ab. Dabei können die Lager der Räder gefettet oder auch ersetzt werden.

Tipp:

Damit keine Kratzer auf die Kunststoffoberfläche kommen, kann diese auf einer alten Decke für die Säuberung abgelegt werden.

Schritt 3: Grasreste entfernen

Während der Mähroboter zuverlässig das Gras im Garten mäht, sammeln sich hin und wieder Grasreste zwischen seinen Rändern an. Ist der Sicherheitsschalter auf AUS, können diese einfach mit der Hand entfernt werden. Sicherer ist es dennoch, die Reste mit einem dünnen Stock zu entfernen.

Die Grasreste sollten regelmäßig entfernt werden, um die Mähleistung des Roboters zu erhalten und für ein gleichmäßiges Resultat zu sorgen.

Außerdem kann sich das Schnittgut unter dem Roboter ansammeln und sich festsetzen. Diese können schnell und unkompliziert mit einer Geschirrspülbürste oder mit etwas Druckluft entfernt werden.

Auch ein Microfasertuch mit etwas Reinigungsspray leistet hier gute Dienste.

Schritt 4: Ladekontakte säubern

Das regelmäßige Säubern der Ladekontakte ist wichtig, damit der Akku des Roboters optimal geladen werden kann. Sind sie verschmutzt, lädt sich der Akku deutlich langsamer auf oder im schlimmsten Falle gar nicht mehr.

Die Ladekontakte dürfen, egal wie verschmutzt sie sind, keinesfalls unter fließendem Wasser gereinigt werden. Auch ein tropfend nasses Tuch ist für diesen sensiblen Teil des Mähroboters nicht geeignet. Stattdessen sollte ein leicht feuchtes Tuch dazu verwendet werden, um die Ladekontakte zu reinigen.

Schritt 5: Sensoren reinigen

Wie die Ladekontakte müssen auch die Sensoren regelmäßig gereinigt werden. Denn mit diesen orientiert sich der Mähroboter. Sind sie verschmutzt, kann er nicht länger effizient mähen. Dabei sollte ein feuchtes Tuch verwendet werden.

Bei stärkerer Verschmutzung eignet sich außerdem ein sanftes Spülmittel. Von dem Gebrauch von scharfen Spülmitteln oder kratzenden Schwämmen sollte abgesehen werden, da die Sensoren sensibel sind und nicht unnötig zerkratzt werden sollten.

Schritt 6: Schneidemesser und Messerteller kontrollieren

Damit der Mähroboter ideal arbeiten kann, müssen die Schneidemesser geschärft sein. Denn bei intensiver Nutzung des Roboters oder aber unter außergewöhnlicher Belastung werden sie verstärkt abgenutzt. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn kleine Steine auf dem Rasen lagen oder aber eine Vielzahl an Ästen aufgenommen wird.

Prinzipielle gibt es zwei Möglichkeiten, wenn die Schneidemesser abgenutzt sind. Die Mähroboter Messer können entweder geschärft oder ausgetauscht werden.

Die Ersatzmesser sind in der Regel recht günstig, weshalb sie meist ausgetauscht werden. Um möglichen Verletzungen vorzubeugen, sollte hier unbedingt die Betriebsanleitung des Mähroboters zurate gezogen werden.

Die Messer des Mähroboters sollten regelmäßig kontrolliert werden, spätestens dann, wenn auffällt, dass die Effizienz des Mähroboters nachlässt. Wird der Roboter regelmäßig eingesetzt, beträgt die Lebenszeit der Schneidemesser zwischen 1 und 3 Monaten.

Zur Kontrolle der Schneidemesser gehört auch die Inspektion der Messerscheibe. Die Scheibe kann ebenfalls vom Mähroboter gelöst werden. Dabei kann bei Bedarf das Lager gefettet oder ebenfalls ausgetauscht werden.

Ist der Messerteller beschädigt, zum Beispiel die Gewinde der Messerklingen, muss dieser auch ausgetauscht werden.

Schritt 7: Ein Blick in den Servicestecker

Ist der Rasenroboter in der Reinigung, sollte in Blick auf den Servicestecker geworfen werden. Er sollte frei sein und nicht mit Dreck oder Wasser bedeckt. Wasser kann ein Hinweis auf einen Wasserschaden sein.

Was gehört noch dazu, den Mähroboter instand zu halten?

Neben der Reinigung des Mähroboters sind ebenfalls die regelmäßige Pflege und die Wartung entscheidend.

Denn diese tragen in Kombination mit einer regelmäßigen Reinigung dazu bei, dass der Mähroboter lange unterstützend im Garten wirken kann.

Regelmäßige Kontrolle des Blechs

Neben der Reinigung, die je nach Nutzung möglichst wöchentlich erfolgen sollte, muss das Blech regelmäßig kontrolliert werden. Dabei sollte der Roboter auf Korrosionsspuren hin geprüft werden. Solche Spuren können dann auftreten, wenn der Mähroboter an einem feuchten Ort gelagert wird. Beispielsweise in einem zugigen Keller oder Schuppen während der Wintermonate.

Weist der Mähroboter Korrosionsspuren auf, sollten sie mit feinem Schleifpapier entfernt werden. Andernfalls kann das Blech auf die Dauer brüchig werden.

Regelmäßig den Akku ersetzen

Der Akku ist neben den Schneidemessern das Teil, das am meisten unter Verschleiß leidet. Deshalb ist es sinnvoll, ihn alle paar Jahre zu ersetzen. Meist wird hier von einer Akku-Lebensdauer von zwei bis vier Jahren gesprochen. Dass die Akkuleistung nachgibt, ist daran ersichtlich, dass der Mähroboter seine Runden nicht mehr schafft, ohne zwischendrin aufgeladen werden zu müssen.

Wichtig ist, dass der Akku nach Möglichkeit geschont wird, da es sich bei ihm um das teuerste Verschleißteil handelt. Geschont wird er durch eine warme und trockene Lagerung während der Wintermonate. Dabei sollte er zu rund 75 Prozent aufgeladen sein. Mit diesem Akkustand können die Akkus für Mähroboter gut überwintern. Eventuell muss er auch einmal nachgeladen werden. Wie der Akku ausgetauscht werden kann, ist im Benutzerhandbuch des Mähroboters als Anleitung beschrieben.

Upates für die Firmeware

Die Rasenmähroboter verfügen über eine ausgefeilte Technik. Die Intelligenz für das Gerät steckt unter anderem in der Firmware. Hersteller entwickeln diese weiter und bieten Möglichkeiten an, die Geräte upzudaten. Damit kann ein Geräte-Modell über viele Jahre aktuell bleiben, ohne dass ein Neukauf notwendig wird. Fehler oder Sicherheitslücken können von den Firmen ausgemerzt werden.

Werden neue Version angeboten, sollte das Gerät zeitnah upgedatet werden, um von den neuen Funktionen und von einer eventuellen Fehlerbehebung zu profitieren. Die Update halten die Anbieter auf ihren Internetseiten bereit. Sie werden mittels USB ins Gerät eingespielt. Einige moderne Smart Home Mähroboter können dies auch schon über WIFI per Smartphone-App.

FAQ

Wie häufig der Mähroboter gereinigt werden sollte, ist von unterschiedlichen Einflüssen, vor allem vom Wetter, abhängig. Je nach Verschmutzung sollte er einmal pro Woche bis einmal pro Monat gereinigt werden. Da die Reinigung schnell erledigt ist, ist auch die wöchentliche Reinigung kein großer zeitlicher Aufwand. Eine Reinigung einmal in der Woche wird von den Herstellern empfohlen. Bei größerer Verschmutzung muss nach Bedarf gesäubert werden.
Wird der Mähroboter nicht gereinigt, steigt der Energieverbrauch, während sich die Mähleistung verschlechtert. In manchen Fällen kann es außerdem zu einer erhöhten Geräuschentwicklung kommen. Verschmutzte Klingen sorgen in der Regel dafür, dass sich das Schnittbild verschlechtert. Auf lange Sicht kann es hier zu unnötigen, aber kostenintensiven Reparaturen kommen. Damit die Kollisionssensoren störungsfrei arbeiten, sollte sich kein Gras zwischen Mähroboter und Karosserie befinden.
Wenn der Mähroboter nicht gereinigt wird, beginnen die Räder zu verdrecken, besonders an den Achsen. Der Roboter muss also zusätzliche Energie aufwenden, damit er sich fortbewegen kann. Zusätzlich sorgt ein Mähwerk, das mit Grasresten verdreckt ist, dafür, dass das Mähen erschwert wird. So muss der Rotor zusätzliche Energie einsetzen, damit sich das Mähwerk drehen kann.

Video: Husqvarna Automower Mähroboter reinigen – So geht’s

In diesem Video werden kurz die wichtigsten Schritte für eine schnelle Reinigung vorgeführt.

  1. Hauptschalter auf „Aus“
  2. Kabel ausstecken
  3. Gehäuse abnehmen
  4. Grasreste entfernen, hier erfolgt es mit dem Staubsauger, einer Bürste und Druckluft
  5. Kabel wieder verbinden und Gehäuse aufsetzen
  6. Das obere Gehäuse Außen mit einem Lappen reinigen

 

Fazit Mähroboter reinigen

Der Mähroboter sollte regelmäßig gereinigt werden, idealerweise wöchentlich. Die Reinigung selbst nimmt wenig Zeit in Anspruch und ist einfach durchzuführen. Allerdings ist sie notwendig, damit der Mähroboter seine Leistung beibehält. Während Grasreste und Schnittgut einfach mit einem Stock oder einer Geschirrspülbürste entfernt werden können, müssen die Schneidemesser regelmäßig geschärft oder ausgetauscht werden. Auch die Räder sollten mit inspiziert und Lager ausreichend gefettet werden.

Auch der Akku sollte im Auge behalten werden, da er ebenfalls ein Verschleißteil des Roboters darstellt. Während der Wintermonate richtig gelagert und regelmäßig auf Korrosion kontrolliert, stellt die autonomen Rasenmäher einen langjährigen und zufriedenstellenden Begleiter bei der Gartenarbeit dar.

Wenn alle Tipps aus unserem Artikel befolgt werden, kann der Mähroboter seine Arbeit auf dem Rasen das Gartenjahr über optimal ausführen.


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